Dank 6:2 noch nichts vorbei!

13. Juni 2018

 

Die Landesklasse-Fußballer des HFC Colditz brauchten einige Zeit, um sich in ihre neue Rolle als Verfolger des Spitzenreiters hineinzufinden, lösten aber letztendlich diese Aufgabe dank einer furiosen Schlussphase und siegten beim Absteiger in Borna deutlich mit 6:2.

Ohne die wegen Sperren fehlenden P. Richter und Purrucker und mit einem angeschlagenen Leonhardt und Stammtorwart S. Frenzel nur auf der Bank, dafür ein letztes Mal mit Wächter und wieder einmal mit Kowalschek, das war die personelle Ausgangslage vor der Hitzeschlacht in Borna. Die Gastgeber ihrerseits legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr, ließen den Ball gut durch ihre Reihen laufen und kamen sofort zu guten Torgelegenheiten gegen einen viel zu statisch agierenden HFC, der mit sich und den vielen Umstellungen zu kämpfen hatte, sodass man meist den berühmten Schritt zu spät war in den Zweikämpfen und sich bei Christopher Frenzel im Tor bedanken konnte, der mehrfach Schüsse aus Nahdistanz abwehren musste. Er und die Bornaer Abschlussschwäche sorgten jedoch dafür, dass es vorerst beim 0:0 blieb. Nur langsam brachte Colditz Ordnung in sein Spiel und bekam etwas mehr Zugriff, grundlegend sollte sich an der Misere aber bis zur Pause nicht viel ändern, abgesehen von einem Schwibs-Lattenknaller. Und so sahen die wenigen mitgereisten HFC-Fans wohl eine der schlechtesten Halbzeiten dieser Saison mit dem Tiefpunkt in Minute 37, als sich den Bornaern die klarste aller Möglichkeiten bot und Wagner vom Elfmeterpunkt traf, sodass es mit einer knappen Führung für die Gastgeber in die Kabinen ging.

Dort hatte es eine Menge zu besprechen gegeben und irgendwie war es dem Trainerteam auch gelungen, zu ihren Spielern durchzudringen, denn die zweite Spielhälfte begann unter veränderten Vorzeichen. Nun war es der Gast, der aufs Tempo drückte und die Heimelf mit einem Blitztor durch Lindner schon in der 46. Minute aus allen Träumen riss. Man war wieder in dieser Partie, spielte jedoch nach kurzem Aufflackern wieder den alten Stiefel und ließ die Fans leiden! Allerdings deutete sich an, dass die Bornaer für den enormen läuferischen Aufwand büßen würden, denn die Colditzer waren nun in den Zweikämpfen und begannen auch, diese immer häufiger zu gewinnen. Als schließlich nach einer reichlichen Stunde Torjäger Schwibs vorm Bornaer Tor von den Beinen geholt wurde, gab es – mit viele unsportlichen Mätzchen des Bornaer Torwarts – einen Strafstoß für den HFC, den Schwibs zur Führung verwandelte, dieses Spiel war aus Colditzer Sicht gedreht. Wer nun aber angesichts des nachlassenden Gegners geglaubt hatte, es gäbe einen sicheren Sieg des Favoriten, der hatte die Rechnung ohne die HFC-Abwehr gemacht! Ein paar Minuten später klärte Wächter noch in höchster Not vor einem einschussbereiten Bornaer zur Ecke, die jedoch aus Mangel an Colditzer Abwehrarbeit zum Ausgleich führte, alles war wieder offen.

Colditz wechselte und stellte auf dem Platz um, wollte sich offensichtlich nicht in dieses Schicksal ergeben, bekam auch größere Räume angeboten. Immer wieder gelang es nun über außen, hinter die Bornaer Abwehrreihe zu kommen und als in der 84. Minute Chris Zerbe einen zentralen indirekten Freistoß in die Maschen hämmerte, war das die Initialzündung für die legendäre Tormaschinerie des HFC, denn die lange Zeit stark agierenden Bornaer gingen nun in einer Toreflut unter – 4:2 Buhrig 86. Minute und 5:2 plus 6:2 Schwibs 90. Minute – die 40 Tore-Marke ist damit für ihn erneut geknackt! Ja, es gab viel nachzuspielen, denn jedes Ballholen dauert in Borna so seine Zeit, solange man führt oder ein Unentschieden hält …

Ein paar Tore zu hoch vielleicht, aber gewonnen und den Druck auf den Spitzenreiter hochgehalten, der dank dreier Bettfür-Tore seine Pflichtaufgabe gegen Schildau ebenfalls löste und nun der Herausforderung am letzten Spieltag in Bad Lausick entgegensieht – Bad Lausick,da war doch mal was!? Sind nicht diese Bad Lausicker vor einigen Jahren in eben dieser Ansetzungskonstellation ausgerechnet gegen Krostitz abgestiegen? Tag der offenen Rechnungen also in der Kurstadt und hoffentlich ein anreisender Gegner in Hausdorf, wo der HFC letzte Saison ohne Gegner dastand im Saisonfinale! In Taucha kann stattdessen schon gefeiert werden, hat man doch mit dem knappen Heimsieg gegen den Roten Stern den Aufstieg klar gemacht.

Der HFC Colditz spielte diesmal mit:

Ch. Frenzel- Wächter, Konzok, Mörtlbauer(Leonhardt), Kowalschek- Jahn(Buhrig(1)), S. Antony, F. Richter, Lindner(1)- Zerbe(1), Schwibs(3)


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