HFC Colditz in Feiertags-Form

4. Oktober 2018

Im Muldental-Derby besonnen sich die Landesklassekicker des HFC Colditz auf alte Tugenden und besiegten den
ewigen Rivalen aus Bad Lausick mal wieder klar und deutlich mit 6:0.

Nach einem Kantersieg sah es in dieser Begegnung zunächst nicht aus, denn bei angenehmem Herbstwetter entwickelte sich in Hausdorf ein ausgeglichenes Spiel. Die Hausherren taten sich nicht leicht gegen einen gut in den Räumen stehenden Gast, der offensichtlich auf seine Konterchancen lauerte und dem Colditzer Aufbauspiel durch frühes Anlaufen die Präzision nehmen wollte. Das gelang zunächst auch, aber der HFC fand seine Schlupflöcher und konnte das Spiel über die Außenbahnen mit Jahn und Lindner immer wieder in des Gegners Hälfte verlagern. Außerdem hatte man scheinbar seine Lektion aus den Auftritten der letzten Spieltage gelernt, als es gegen zwei Aufsteiger einigen Sand im Getriebe gab und Punkte liegen gelassen worden waren. Nicht so an diesem Nachmittag, denn die Rollen waren klar verteilt worden, P. Richter und Zerbe kontrollierten in der zentrale Bad Lausicks Kapitän Ziffert sowie den dynamischen Dust, hatten aber auch ein waches Auge auf den schnellen und torgefährlichen Ruppelt, damit dieser nicht mit Tempo auf die umformierte Viererkette laufen konnte. Als dann nach einer guten Viertelstunde der aufs Tor zustürmende Lindner unsanft gestoppt wurde, war die Zeit für das erste Colditzer Tor gekommen, denn Christopher Zerbe sorgte mit seinem leicht abgefälschten Freistoß aus zentraler Position für die frühe Führung. Es sollte jedoch nochmal so lange dauern und viele teils schmerzhafte Zweikämpfe kosten, bevor der HFC den zweiten Treffer kreieren konnte. Von Jahn auf die Reise geschickt, flankte Marius Hoffmann mustergültig auf den langen Pfosten und fand dort Mitspieler Steve Wollmann, der ein Tor des Monats in den Winkel köpfte! Und während die Gäste immer wieder versuchten, ihre schnellen Stürmer mit langen hohen Bällen irgendwie ins Spiel zu bringen, häuften sich die HFC-Chancen durch schnelles Spiel in die Spitze. Konnte Bad Lausicks Kutzner vorerst noch klären, war in der 40. Minute auch er machtlos, als erneut Wollmann ein Zuspiel seines Kapitäns erlief und ab herausstürzenden Hüter vorbei ins Glück traf – Doppelpack geschnürt und noch vor der verdienten Pause auf 3:0 gestellt.
Wer das letzte Spiel beider Teams in Hausdorf gesehen hatte, der wusste um die magischen Dinge, die manchmal auf Fußballplätzen passieren! Hatte doch der HFC eine deutliche Führung innerhalb einer zweiten Halbzeit hergegeben fast noch verloren und wahrscheinlich die Meisterschaft verschenkt! Davon waren die Werner-Schützlinge an diesem Tage jedoch meilenweit entfernt, präsentierten sich wieder kompakt, hellwach und torhungrig, sodass weitere Treffer nach dem Seitenwechsel nur eine Frage der Zeit zu sein schienen. Und sie fielen auch, zumal der Gast auch noch einen Spieler mit Gelb-Rot verlor und auf Schadensbegrenzung umschaltete. Die gelang nur bedingt, denn Colditz behielt das Mittelfeld im Griff und bespielte die wacklige Abwehrreihe der Gäste immer wieder über die ganze Breite des Feldes. Nach 55 Minuten war es Martin Schwibs, der nach seiner Torvorlage endlich selbst knipsen konnte und eine Jahn-Hereingabe unwiderstehlich ins Tor beförderte. Kaum 5 Minuten später tauschten beide die Rollen,Schwibs legte für Jahn auf und dieser stellte auf 5:0! Damit begann dann auch die Zeit der Wechsel, die HFCBank bekam Einsatzzeit und die Colditzer begnügten sich weitestgehend damit, die Partie zu kontrollieren, kamen aber auch zu weiteren Torchancen, von denen noch eine im Tor der enttäuschten Gäste landete, als dieses Mal Zerbe für seinen Kapitän auflegte und dieser den 6:0 Endstand herstellte. Gut gebrüllt, Löwe! Diese Art Fußball zu spielen führt in eine erfolgreiche Zukunft, während die Kicks der letzten Spieltage mehr Frust als Erfolg einbringen. Am Wochenende gilt es bei den unberechenbaren und heimstarken Naunhofern mit eben den gezeigten Tugenden aufzutrumpfen, um weitere Punkte aufs Konto zu verbuchen.
Der HFC Colditz spelte diesmal mit:
S. Frenzel- Hoffamnn(Schmidt), F. Richter, Leonhardt, Beer- Jahn(1), P. Richter, Zerbe(1), Lindner(Moratzky)-Wollmann(2)(Buhrig), Schwibs(2)


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