Frust weggeballert!

30. September 2019

Nur eine Woche nach einem blamablen Auftritt beim Aufsteiger in Delitzsch schaffte Landesklassist HFC Colditz den Turnaround und besiegte eine diesmal völlig überforderte SG LVB klar und deutlich mit 8:2!

Da war viel Redebedarf gewesen unter der Woche, es gab einen Kapitäns-Rücktritt und das eine oder andere offene Wort, trainiert worden war freilich auch und so waren alle Beteiligten sehr gespannt darauf, wie sich ihr verjüngter HFC präsentieren würde nach einem solchen Niederschlag wie dem 4:6 beim Aufsteiger. Gegen die ‚Straßenbahner‘ hatte man schließlich beim letzten Aufeinandertreffen in Hausdorf alles andere als gut ausgesehen und verloren, aber einen solchen Gedanken wollten die Werner-Schützlinge gar nicht erst aufkommen lassen! Wie der stürmische Herbstwind wehten sie sofort durch die Reihen der Gäste und waren in der Anfangsphase gnadenlos effektiv – ein wie befreit aufspielender Schwibs und Offensiv-Talent Leon Bauer stellten schon innerhalb der ersten Viertelstunde auf 3:0, nach 20 gespielten Minuten stand man bei 4:1 für den HFC, der alles das zeigte, was zuletzt so schmerzlich vermisst worden war – Kompaktheit im Mannschaftsverband, frühes Stören und gegenseitiges Helfen führten dazu, dass die Gäste aus Leipzig von einer Verlegenheit in die andere gerieten und nach zwei weiteren Schwibs-Treffern schon zur Halbzeit chancenlos mit 1:6 ins Hintertreffen geraten waren. Dabei bot Colditz mit einem Altersschnitt von 24 Jahren erneut eine junge Formation auf, bekam aber mit dem erfahrenen Jahn wieder wichtige Impulse und jede Menge Ballsicherheit im Mittelfeld dazu, während sich der erst 19 Jahre alte Leo Schmidt als Mittelfeldzerstörer probieren durfte und Kücken Leon Bauer wie erwähnt erneut traf und diesmal sogar mit zwei Treffern vor allem offensiv glänzte.

Was fängt man mit einem derart vorentschiedenen Spiel an in Durchgang zwei? Die Gäste hatten ihre Lektion gelernt und bekamen nun ihre linke Abwehrseite besser abgeriegelt, auf der so viel Unheil über sie hereinkombiniert worden war! Allerdings nütze dies zunächst nicht viel, denn wenn man einen gut aufgelegten Schwibs in Strafraumnähe nur eskortiert, dann klingelt es nicht selten im eigenen Tor, so kurz nach dem Seitenwechsel, als der Sachsenknipser auf 7:1 stellte. Nach einer knappen Stunde dann zündeten die Colditzer schon ihre letzte Rakete an diesem Nachmittag. Zerbe traf vom Elfmeterpunkt, nachdem der agile Kowalewicz in der Box gelegt worden war. Was folgte, war dann wieder ein wenig wie in den letzten Wochen, ein paar weniger Schritte hier und da, kein ausreichender Druck auf den Ballführenden, viele Ballverluste und kaum noch eigene Strafraumszenen, sogar noch ein Gegentor zum 2:8 für die tapferen Gäste, mit denen nun auch der Schiri Mitleid zu haben schien, der sich auf eine eigenwillige Linie festgelegt hatte und in einem fairen Spiel mit gelben Karten um sich zu werfen begann, die nochmal teuer werden können im Saisonverlauf! Die Kräfte ließen nach, man wechselte, aber es wurde nicht mehr besser. Da jammert der Beobachter allerdings auf wieder erfreulich hohem Niveau angesichts eines stolzen 8:2 Sieges gegen einen Angstgegner der letzten Spielzeit, bei dem allerdings an diesem Nachmittag nur wenig zusammenging. Die Mannschaft spielte eine Stunde lang wie aus einem Guss und hat sich selbst bewiesen, wie es besser geht und hoffentlich auch gehen wird, wenn es am nächsten Wochenende wieder gegen einen Großen der Staffel in Zwenkau zu bestehen gilt!

Der HFC Colditz spielte diesmal mit:

E. Beer- P. Richter, F. Richter, D. Beer, Moratzky- Jahn(Seltmann), Schmidt, Zerbe(1), Leon Bauer(2)(Klose), Kowalewicz(Lindner)- Schwibs(5)


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