Döbelner SC 1 - 3 HFC Colditz

15. September 2018 - 15:00 Uhr - Gruner Sportpark

HFC Colditz Sieger in Döbeln

Die Landesklasse-Fußballer des HFC Colditz konnten auch ihr drittes Punktspiel der noch jungen Saison in Döbeln gewinnen und sich damit in der Spitzengruppe der Tabelle festsetzen.

Dabei hatte es recht durchwachsen begonnen im Gruner-Sportpark an der Mulde. Während der eine Werner im nahen Leipzig den Bundesliga-Doppelpack schnürte, kamen die Schützlinge des anderen nur schwer in diese Partie, ließen es an Bewegung, Tempo und nötigem Zweikampfverhalten mangeln und bauten damit den kämpferisch bereiten Gegner von Minute zu Minute mehr auf, bis dieser schon in der 7. Minute das definitive Hallo-Wach-Signal sendete, als Dadi der Colditzer Abwehrreihe enteilen konnte und zur umjubelten Führung einschob. Nun hatte wohl auch der letzte HFC-Kicker begriffen, dass dies kein Selbstläufer wird und man sich schon etwas mehr engagieren musste für den angestrebten Auswärtssieg. Es blieb allerdings zunächst beim zerfahrenen Spiel mit Vorteilen für die Döbelner, die mit etwas Glück sogar noch höher in Führung gehen konnten, bevor sich der HFC aufs Fußballspielen besann und den Ball etwas besser durch die eigenen Reihen zirkulieren ließ. Und als nach einer Viertelstunde Martin Schwibs im Strafraum von den Füßen geholt wurde, war die Gelegenheit zum Ausgleich schon gekommen. Er nutzte sie mit gewohnter Sicherheit, eine seiner stärkeren Szenen an diesem Nachmittag! Die Döbelner gerieten nach dem frühen Vorteil nun mehr und mehr unter Druck und ließen Chancen zu. Es dauerte jedoch bis zur 26. Minute, dass der Gast die Führung übernehmen konnte. Paul Richter hämmerte einen Rückpass an die Strafraumgrenze unwiderstehlich in den Knick und ließ sich im Anschluss von seinen Kollegen zu Recht feiern, bevor er zur Behandlung an die Seitenlinie humpelte, denn ein Döbelner hatte (ungestraft) drüber gehalten! Nicht die einzige Szene, in der die Döbelner es mit der Härte übertrieben und meist auch mit Gelb bestraft wurden, wobei das heimische Publikum sich wohl eher beim Rugby wähnte und die verletzten Colditzer Spieler noch verhöhnte. Das ‚Kartenspiel‘ gewannen die Gastgeber letztlich jedenfalls mit 5:3! Der HFC seinerseits fand über den angenommenen Kampf hinein ins Spiel und konnte zum Ende der ersten Halbzeit sogar sein bis dahin lahmendes Flügelspiel etwas beleben. Schlugen die ersten Versuche, den schnellen Buhrig einzusetzen, noch kräftig fehl, so startete er in der 37. Minute erneut durch und markierte den Treffer zur 3:1 Pausenführung für den Favoriten.

Leider musste Sandro Antony, einer der Aktivposten des ersten Durchgangs und mit seiner Dynamik und Torgefahr stets ein Unruheherd in des Gegners Hälfte, verletzt draußen bleiben. Max Lindner, einer der Pokaltorschützen der letzten Woche, ersetzte ihn und kam in eine Begegnung, die nun immer mehr verflachte. Im Bemühen, dieses Spiel ohne viel Aufwand zu kontrollieren, verloren die Colditzer jeden Schwung und ließen den Gegner wieder zurück ins Rennen um die Punkte. Ja man zog sich phasenweise soweit zurück, dass man nun selbst den mutiger agierenden Gastgebern hinterherlaufen musste. Eigene Torgelegenheiten waren fortan Mangelware und ein Festival an Fehlpässen und halbherzig geführten Zweikämpfen baute den schon am Boden liegenden Gegner wieder auf, der plötzlich Druck aufs HFC-Tor ausüben konnte und durch Standards mehrfach dem Anschlusstreffer nahe war, ohne an der teils ruppigen Gangart etwas zu ändern, die nun oft vom Schiedsrichter geduldet wurde!? Dank zweier Wechsel, interner Umstellungen, guter Frenzel-Paraden und nachlassender Kräfte bei den Hausherren konnte man jedoch diese Landesklassepartie wieder in ruhigeres Fahrwasser bugsieren und trotz einer eher schwachen Leistung einen verdienten Sieg ins Ziel bringen, ohne geglänzt zu haben.

So zogen die Colditzer vorerst wieder vorbei am nächsten Gegner, dem furios gestarteten Aufsteiger aus Radefeld, der am nächsten Sonntag in Hausdorf hoffentlich wieder auf eine anders eingestellte HFC-Mannschaft treffen wird!

Der HFC Colditz spielte diesmal mit:

Frenzel- Zerbe, Mörtlbauer, Leonhardt, Hoffmann(Liefold)-Jahn, Antony(Lindner), F. Richter, P. Richter(1), Buhrig(1)(Moratzky)- Schwibs(1)